Fenchelfisch

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Fischbild: Wikipedia

Zubereitung

Fisch (ich habe sowohl Lachs als auch Rotbarsch mit Erfolg probiert) auftauen, mit Salz, Rosmarin, Thymian einreiben und in nicht zu heissem Fett je 3-5 Minuten von beiden Seiten braten.

Fisch aus der Pfanne fischen, im Ofen bei 100°C warmstellen.

Geviertelten und in feine Scheiben geschnittenen Fenchel leicht mit Rosmarin und Salz bestreuen und in demselben Fett scharf braten, bis erste braune Stellen auftauchen. Dann mit 1TL Gemüsebrühepulver, 300ml Wasser und etwas Zitronensaft weiter schmoren. Wenn der Fenchel haptisch ohne Befund ist (=al dente, 10 Minuten oder so), Sahne und etwas Schmand unterrühren, den gebratenen Fisch vorsichtig unter die Sauce heben und alles noch einmal aufkochen, damit die Sahne leicht bindet. (Ich habe diesmal einen 3/4 Becker Sahne und zwei EL Schmand genommen für eine nicht leichte Sauce.) Mit Zitronensaft und Pfeffer/Salz abschmecken.

Einige Fenchelstangen zerraspeln (ich habe mir so eine coole Photoetching-Reibe gekauft, aber Vorsicht mit den Fingern!), mit geriebener Zitronenschale und Dill mischen und über den Fisch und Dill auf dem Teller streuen. Dazu gibt es Kartoffelbrei, was denn auch sonst. :-)

Zutaten für 2 Personen

  • 300-400g Fisch
  • 2 Knollen Fenchel
  • Sahne, Schmand
  • 1 Zitrone
  • getrockneten Rosmarin, Thymian, Salz, Pfeffer
  • frischen Dill

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Shit is fucked up and stuff

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Really, americunts: Before that #Occupy thing of yours, we thought you were producing strange beeping noises when cursing, instead of just saying #fuck, like us people in the unshaved parts of the world.

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Uhl & sin Meerkatzen - for teh Lulz

Till

Ich habe gerade gestern eine Menge über unseren anarchischen Lokalhelden aus dem 14. Jahrhundert, Till Eulenspiegel gelesen. Der hat zumindest in der nicht jugendfreien originalen Version seiner lustigen Streiche  die Hälfte seiner  Geschichten mit der Obrigkeit, den lieben Vermietern und Arbeitgebern gelöst, indem er ihnen kräftig in die Wohnstube schiss. Das war damals so üblich, und vermutlich der Grundstock allen bäuerlichen Humors.

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Die andere Hälfte seiner Erlebnisse hat er allerdings mit Wortwitz, Dienst nach Vorschrift, Charme und Fantasie für sich entschieden, und dabei den Virus der Spaßguerilla in der norddeutschen Tiefebene gesät. Dass der Narr, als der er normalerweise dargestellt wird, in den frugalen Bauernschädeln seiner Mitmenschen mit seinem abweichlerischen Verhalten zunächst Ungläubigkeit dann Zweifel und schließlich das blasse Flämmchen der Alternative entzündet hat, gibt ihm, dem Joker, dem Jester in der Mythologie seine Doppelrolle: In seinen derben Späßen vermeintlich dumm und dann, wenn die Lampe erstmal brennt, doch irgendwie weise zu erscheinen.

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Der Narr, der Joker, Lulzsec, th3j35t3r (the Jester), Anonymous und Till sind Anarchos, nicht im bombenlegerischen, sondern im Schalk-Sinne, denen es oft wichtiger ist, in einer Augenblicksreaktion die Lächerlichkeit der bürgerlichen Kreatur bloßzulegen, als nur mahnend und erziehend einzuwirken, die Seele massierend und den Status Quo stützend.

Th3j35t3r
Nein, unsere brave protestantische Linke der Aufklärung und des Humanismus kann mit einem Fritz Teufel nicht viel anfangen: Wir sind doch schon die Guten! Es sei denn im Geheimen, mit einem Augenzwinkern und einer Seyfried- oder Gernhardt-Absurdität gewürzt, vorzugsweise des Abends zu einem trockenen Roten. Aber nur ein Kapitelchen!

Anarchisch, das klingt so archaisch, anarchistisch, gefährlich, nach Kasperklatsche und Schlimmerem; Ach, was muss man oft von bösen: Kindern hören oder lesen! Und gibt es nicht schließlich auch Stinkbomben (s.o)? Schockschwerenot!
 

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So kommt es auch nicht von ungefähr, dass ein fettes kleines Spießbürgerlein wie der Hans-Peter Uhl mit Goldkettchen über die Pauke gespannt und Monokel in die Schweinsäuglein geklemmt vor einem practical joke und etwas Schabernack genausoviel Muffensausen hat, wie vor dem Untergang des bayerischen Vaterlandes; genau wie die faulen fetten Pfeffersäcke, die Till Eulenspiegel auf seinen Reisen um Schöppenstedt und Kneitlingen geneckt, getrickstert und geh4xt0rt hat.

Die Uhlen und Meerkatzen (Eulen und Affen) sind Tills Insignien, mit denen er nicht nur viel Geld verdient sondern auch in den Schöppenstedter Backstuben bis spät in die 1980er Jahre das Fanal der Kreativität entzündet hat. Aber in der Wahl der Waffen und auch in des Narren Namen blitzt schalkhaft sein drittes und wichtigstes Wappenzeichen hervor: Der Spiegel. "ick bin ulen spegel" - > Ich halte Euch den Spiegel vor.

Genauso muss es sich dann heute nachmittag zugetragen haben, dass unser kleines, Tübinger Bürgerschweinchen durch blitzende Seehundsäuglein auf seinen Spiegel der Welt - den Computermonitor - geblickt hat, und plötzlich sich selber sah, in vollem Ornat eine aufgeblasende, eitle Rede im Deutschen Bundestage schwingend, dabei als Doktor der Juristerei sämtlich Gesetze des guten Geschmacks, des BGB und Humors schrammend, von unten.

Die Leute lachen? Dem Uhl ist das egal, das kennt er schon: wer lacht ist links, oder gegen ihn, und häufig beides. Aber mal so unter uns Pastorentöchtern: Wir wissen doch vom vielen Neue Frankfurter Schule-lesen zumindest eins, an welchen Stellen gelacht werden darf... :-D 

Uhly

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